Das Projekt „Rechtsvergleich Doppik“

Die Datenbank www.doppikvergleich.de bietet einen bundesweiten Überblick über das Haushaltsrecht der Kommunen (Doppik) und an Themenschwerpunkten orientierte Informationen zu den International Public Sector Accounting Standards (IPSAS) und den EPSAS (European Public Sector Accounting Standards).

Vergleichbarkeit und Transparenz!

Die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) und die Bertelsmann Stiftung verstehen sich vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen institutionellen Herkunft als Partner der Kommunen. Sie begleiten daher die Veränderungen im Haushalts- und Rechnungswesen der Kommunen, wie beispielsweise die Einführung der Doppik auf der Grundlage des IMK-Beschlusses von 2003. Darüber hinaus greifen Sie Fachdiskussionen auf, aktuell die von der EU-Kommission ausgehende Initiative zur eventuellen Anwendung europaweiter Rechnungslegungsregeln für den öffentlichen Sektor - kurz European Public Sector Accounting Standards (EPSAS). 

Aktuelles

IPSAS und Standards der Staatlichen Doppik im Vergleich - Studie von Ernst & Young veröffentlicht!

Die Unterschiede zwischen International Public Sector Accounting Standards (IPSAS) und den Standards staatlicher Doppik (SsD) bzw. dem Verwaltungskontenrahmen waren bislang noch nicht detailliert analysiert worden. Daher hatte das Bundesministerium der Finanzen (BMF) ein Forschungsprojekt mit dem Vergleich der beiden Rechnungslegungssysteme beauftragt. Durchgeführt wurde das Projekt von Ernst & Young unter der wissenschaftlichen Begleitung von Prof. Dr. Berit Adam von der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin.

Ziel dieses Forschungsprojektes war es, einen fundierten und detaillierten Vergleich der praktisch relevanten Regelungen bei den nationalen und internationalen Standards vorzunehmen. Hauptgegenstand des Berichts war die Analyse der IPSAS auf deren Vereinbarkeit mit den SsD. Ausgangspunkt und Grundlage für die Gliederung der Analyse der beiden Rechnungslegungssysteme stellten dabei die Bestimmungen der SsD dar.

Der  Bericht befasst sich abschließend mit der Darstellung des Umstellungsaufwands von bereits nach SsD doppisch buchenden Einheiten bei einer verpflichtenden Anwendung der IPSAS. Die sich durch die Einführung der IPSAS ergebenden inhaltlichen Veränderungen auf den Jahresabschluss können sich je nach betrachteter Organisation sehr unterschiedlich auswirken und damit unterschiedlich hohe Umstellungsaufwände nach sich ziehen.

Die kritische Würdigung der IPSAS hinsichtlich ihres Umstellungsaufwands bei bereits nach SsD buchenden Einheiten hat gezeigt, dass eine Systemumstellung wie erwartet auch mit einem nicht zu vernachlässigenden Aufwand gerade zu Beginn der Reform einhergeht. Es wurde allerdings auch deutlich, dass der operative Aufwand, der sich aus der Anpassung von IT-Systemen, aus der Veränderung von Prozessen und aus dem Aufwand der einzelnen Akteure ergibt, für bereits nach SsD buchende Einheiten beherrschbar erscheint

Zum Download der Studie bitte hier klicken.

Zum Download der Standards der Staatlichen Doppik siehe unten.


18. - 20. September KGSt®-FORUM 2017 in Kassel

In einem Jahr ist es wieder so weit: Wir veranstalten das KGSt®-FORUM 2017 vom 18. bis 20. September in Kassel im Kongress Palais - direkt im Anschluss n die documenta. Damit haben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des FORUMS die einmalige Chance, diesmal zwei besondere Ereignisse miteinander zu verbinden: Die nur alle fünf Jahre stattfindende documenta - die weltweit bedeutendste Reihe von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst - als kulturelles Highlight mit dem KGSt®-FORUM als fachliches Highlight, das im Abstand von drei Jahren immer in einer anderen attraktiven gastgebenden Kommune veranstaltet wird.

Auf dem KGSt®-FORUM präsentieren wir allen Besuchern kompakt an drei Tagen neue Lösungen und Trends. Wir wollen die kommunale Gemeinschaft in einen Dialog bringen.

"KOMMUNE. GEMEINSAM. DENKEN."

lautet diesmal das Motto. Inspiration und Interaktion stehen im Fokus -  ganz im Zeichen einer noch stärkeren Vernetzung von Kommunen und deren Mitarbeitenden. Gemeinsam werden wir Kommune neu denken - in Workshops, Foren und Fachveranstaltungen, zu allen wichtigen und aktuellen kommunalen Themen.

Insgesamt sechs Denkrichtungen stellen wir in den Mittelpunkt: Wir wollen gemeinsam "digital denken", "sozial denken", "strategisch denken", "nachhaltig denken", "Führung denken", "Kleine Kommunen denken". 

Reservieren Sie bereits heute den Termin in Ihrem Kalender!

Neues zur Doppik....

Überarbeitung des Buchführungsleitfadens in Baden-Württemberg, Stand Juli 2015

Download hier.

NEWS

Neuer IPSASB-Vorsitzender ernannt

Ian Carruthers ist zum neuen Vorsitzenden des Rats für internationale Rechnungslegungsstandards für den öffentlichen Sektor (International Public Sector Accounting Standards Board, IPSASB) berufen worden. Seine dreijährige Amtszeit wird am 1. Januar 2016 beginnen.

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Die Schweiz hat in den letzten 20 Jahren auf allen staatlichen Ebenen das doppische Rechnungswesen eingeführt. Politik und Verwaltung sind kostenbewusster geworden und Ausgaben- und Schuldenbremsen verhindern die Verschiebung von Lasten auf künftige Generationen.

Prof. Dr. Ernst Buschor

Das neue doppische Haushalts- und Rechnungswesen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer wirksamen Verwaltungssteuerung. Deshalb kommt seiner zielgerechten Ausgestaltung eine entscheidende Bedeutung zu.

Prof. Dr. Jürgen Gornas

Eine verbesserte Steuerung ist das Hauptziel des neuen Haushalts- und Rechnungswesens der Kommunen. Zweifelsfragen bei der Erstellung von Eröffnungsbilanzen und Jahresabschlüssen sollten deshalb nicht "technisch" gelöst werden. Vorrangig ist zu fragen, mit welcher Bilanzierungsalternative (im Rahmen des gesetzlich Zulässigen) die Steuerung am besten unterstützt werden kann.

Prof. Dr. Martin Richter

Privatwirtschaftliche Unternehmen verschiedenster Wirtschaftszweige können und müssen im Wesentlichen mit einem einheitlich geregelten externen Rechnungswesen auskommen. Vor diesem Hintergrund ist die sich entwickelnde Vielfalt an unterschiedlichen Regelungen im kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen weder verständlich noch notwendig. Diese Uneinheitlichkeit erschwert erheblich den interkommunalen Erfahrungsaustausch und den interkommunalen Leistungsvergleich.

Prof. Dr. Andreas Lasar
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